Ausgemusterte Festplatten enthalten vertrauliche Daten
Von 300 ausgemusterten, im Secondhand-Markt gekauften Festplatten liessen sich bei 111 Gehalts- und Finanzdaten von Unternehmen, Angaben zu Kreditkarten- und Bankkonten, medizinische Daten und weitere vertrauliche Daten wiederherstellen. Es reicht nicht aus, alle Daten zu löschen oder den Papierkorb zu leeren. Auch wenn die Festplatte formatiert wurde, sind nicht alle Daten endgültig gelöscht. Dritte können vertrauliche Daten lesen und allenfalls missbrauchen. Dadurch hat das Unternehmen, welches die Hardware ausgemustert hat, seine gesetzlichen Verpflichtungen nicht erfüllt und könnte schadenersatzpflichtig werden. Selbst nach dem Einsatz einer speziellen Löschsoftware können Fachleute noch Daten wieder zum Vorschein bringen. Wer auf Nummer sicher gehen will, zerstört die Hardware physisch oder setzt seine Festplatten, Disketten und Bänder einem sogenannten Degausser aus, einem Gerät mit starkem Magnetfeld. Danach können die Datenträger jedoch nicht mehr weiterverwendet werden.

